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Alternative Süßungsmittel

Es geht auch ohne weißen Zucker

Süße Alternativen: von Agavendicksaft bis Vollrohrzucker

Ohne Zucker wäre das Leben nur halb so süß! Diesen Slogan haben wir schon oft gehört und tatsächlich ist uns der Gusto auf Süßes nun mal angeboren. Das hat sogar die Wissenschaft herausgefunden. Die Nachteile des hohen Zuckerverzehrs sind uns längst bekannt und trotzdem geben wir gerne nach, wenn uns die Lust auf Süßes überkommt. Belohnen wir uns doch gern mit einem Stück Schokolade. Süßes hebt die Stimmung und gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit. In Maßen verzehrt ist auch nichts gegen Süßes zu sagen. Schauen wir uns mal ein paar Alternativen zum klassischen Rübenzucker an.

Wegen seiner Vielfalt, Regionalität und Naturbelassenheit ist Honig sehr beliebt. Zu den bekanntesten Sorten zählen Akazien-, Heide-, Klee-, Raps-, Wildblüten- und Tannenhonig. Seine unterschiedlichen Aromen verleihen den Speisen eine spezielle Note. Setzt man ihn beim Backen von Kuchen ein, muss man wissen, dass das Gebäck dunkler wird. Plätzchen sind oft weicher und nicht so lange haltbar. Besonders gut macht sich Honig in Salatdressings.

Ahornsirup: das Süßungsmittel aus Kanada

Ähnlich wie Melasse – zumindest in der Farbe – ist Ahornsirup. Zum Ausklang des kanadischen Winters beginnt die Ernte mit dem Anbohren der Ahornbäume und dem sofortigen Einkochen des Saftes. Für die Erzeugung von einem Liter Sirup werden 40 Liter Ahornsaft benötigt. Der Sirup wird in unterschiedlichen Graduierungen eingeteilt.  Sirup des Grades A ist teurer, da er aufgrund seiner hellen Farbe und seines milden Geschmacks bessere Qualitätsmerkmale aufweist. Er schmeckt besonders gut auf Waffeln und Pfannkuchen. Auch in Salatsoßen, Marinaden und süß-sauren Gerichten entfaltet der Sirup sein charakteristisches Aroma. Wegen seines starken Eigengeschmacks sollte Ahornsirup wohl dosiert verwendet werden.

Trockenfrüchte und Bananen

Schon mal probiert, die Süße aus Trockenfrüchten zu beziehen?  Datteln, Aprikosen, Pflaumen und Rosinen, eingeweicht in etwas Wasser, Rum oder Orangensaft, sind geradezu ideal, um einem Dessert oder einer Soße die erforderliche Süße zu verleihen. Zudem enthalten sie reichlich Ballast- und Mineralstoffe. Auch reife pürierte Bananen können Sahne, Müslis und süß-saure Soßen verfeinern und eine sämige Konsistenz verleihen.

Der trendige Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker oder auch Kokoszucker ist eine echte Rarität, die in aufwendiger Handarbeit hergestellt wird. Das rechtfertigt seinen Preis. Grundsätzlich ist die Produktion von Kokosblütenzucker nachhaltig, da für das Gewinnen des Kokosblütensafts keine Fällungen vollzogen werden müssen. Eine einzelne Kokospalme kann 70 Jahre Nektar abgeben! Kokosblütenzucker kann fast überall den üblichen Zucker ersetzen und bringt ein phantastisches Karamell-Aroma mit. Weil er nicht raffiniert wird, bringt er eine Menge Nährstoffe mit, die in dieser Menge weder in Zucker noch in den verschiedenen Sirupen enthalten sind. Außerdem steigt der Blutzuckerspiegel langsam und nicht rapide an. All das macht Kokosblütenzucker zum idealen Süßungsmittel für alle, die auf eine bewusste Ernährung achten.

Auch in aller Munde – der Birkenzucker

Rein optisch unterscheidet sich Birkenzucker nicht von normalem Haushaltszucker: Bei Birkenzucker, auch Xylit genannt, handelt es sich um kleine, weiße Kristalle. Er ist auch ähnlich süß wie Zucker, mit einem wesentlichen Unterschied: er hat nur halb so viele Kalorien und einen horrenden Preis. Allerdings kann er 1:1 gegen Zucker ausgetauscht werden und ist daher ideal zum Kochen und Backen. Xylit wird oft in Kaugummis, Zahnpasta oder Mundwasser verwendet, da er antikariogen wirkt, d. h. aus Birkenzucker können Bakterien keine Säure bilden, darum schadet er den Zähnen nicht.

Fazit:

In der Vollwert-Ernährung geht es vor allem um das Absenken einer überhöhten Geschmacksschwelle für süß. Die alternativen Süßungsmittel sollten daher ebenfalls mit Bedacht und nur in Maßen zum Einsatz kommen – dafür mit viel Genuss.

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